
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
29. Juli 2026
Im Juni 2026 erhielt ich die Anfrage, wie sich das Ausgangssignal einer XOno am besten in ein Monosignal umsetzen ließe. Hintergrund dieser Anfrage war das gelegentliche Abspielen von Mono-Schallplatten mit einem Stereo-Abtaster.
The idea is that I have a small collection of reissued mono records (~20) and only a stereo cartridge.
I would like to have it so the phono stage outputs the same signal per channel whether through summing or something similar so the output is exactly the same.
Right now the outputs are pretty close but not exact.
Wir diskutierten noch ein wenig über die verschiedenen Möglichkeiten zur Umsetzung der Aufgabe. Anschließend machte ich mich an die Entwicklung und den Aufbau des Stereo Mono Converters (SMC).
Schaltungsbeschreibung
29. Juli 2026
Die symmetrischen Ausgangssignale einer XOno oder einer anderen Signalquelle werden an die beiden Eingänge des SMC angeschlossen. Im normalen Stereobetrieb sind diese Signale direkt und passiv über Relais mit den Ausgängen des SMC verbunden. Dies ist auch die Ruheposition der Relais beim ausgeschalteten SMC. Wenn man also Stereo hört, kann der SMC ausgeschaltet bleiben.
Wenn der SMC eingeschaltet ist und der Mono-Betrieb aktiviert wurde, werden die Signale des linken und rechten Kanals auf einen symmetrischen Summierverstärker geschaltet. Dafür kommt der herausragende symmetrische Operationsverstärker OPA1632 zum Einsatz. Da ein Summierer die Phase invertiert, folgt eine zweite Stufe mit zwei Invertern, in der die Phase wieder korrigiert wird.
In der zweiten Stufe verwende ich den extrem rauscharmen Doppel-OP OPA1656. Das ermöglicht es mir, das symmetrische Ausgangssignal mit jeweils einem Servo-Regler frei von Offset-Spannungen zu halten. Hierfür verwende ich zwei OPA197.
Das symmetrische Ausgangssignal dieser Stufe gelangt anschließend zu den Ausgangsbuchsen beider Kanäle. Es gibt jeweils eine XLR- und eine Cinch-Buchse pro Kanal. Die unsymmetrischen Cinch-Buchsen werden einfach parallel an die symmetrischen Ausgangssignale angeschlossen, wie es auch schon bei der XOno praktiziert wird.
Die Gesamtverstärkung der aktiven Stufe ist natürlich auf 0dB eingestellt.

Da der SMC nur gelegentlich zum Einsatz kommt, haben wir uns für eine Spannungsversorgung mit Batterien entschieden. Um eine ±15V Versorgung zu erzielen, habe ich 2x 10 AA-Batterien eingesetzt. Diese sollten mehr als genug Leistung liefern, um den SMC über einige Zeit mit Strom zu versorgen.
Obwohl in der Stromversorgung Batterien zum Einsatz kommen, wird ein CLC-Filter verwendet. Die großen Elkos sorgen zusammen mit den kleineren, direkt an den OPs platzierten Elkos für genügend Ladung, um auch auf extreme Spannungsspitzen bei einem sehr dynamischen Musiksignal reagieren zu können.
Für jedes Batteriepack gibt es eine Schaltung, die die zehn Batterien auf Unterspannung überwacht. Auf der Leiterplatte befindet sich für jedes Batteriepack eine Fehler-LED, die bei Unterspannung leuchtet. Zusätzlich gibt es auf der Frontplatte eine LED, die eingeschaltet wird, sobald mindestens eines der Packs Unterspannung hat.

Einbau in ein Gehäuse
12. August 2026
Wie üblich habe ich ein unbearbeitetes Gehäuse aus Italien verwendet. Da es sich um ein kleineres Gerät handelt, konnte ich ein Galaxy Maggiorato nutzen. Leider verhinderte die stromkompensierte Doppeldrossel die Verwendung eines 1HE-Gehäuses.
Am Anfang der Seite ist ein Foto der Frontplatte des SMC zu sehen. Darauf sind zwei Kippschalter und drei Leuchtdioden zu erkennen. Mit dem rechten Schalter wird die Betriebsspannung des Geräts ein- und ausgeschaltet. Bei eingeschalteter Betriebsspannung leuchtet die blaue Power-LED in der Mitte zwischen den beiden Strichen. Mit dem linken Schalter kann zwischen Stereo- und Mono-Betrieb umgeschaltet werden. Im Mono-Betrieb leuchtet die grüne LED neben dem linken Schalter. Der Stereo-Betrieb mit eingeschalteter Betriebsspannung dient dazu, die Elektronik aufzuwärmen. Neben dem rechten Schalter befindet sich zudem eine rote LED, die bei Unterspannung mindestens eines der beiden Batteriepacks aufleuchtet.

Auf der Rückwand sind links und rechts außen die beiden XLR-Eingänge zu sehen. In der Mitte befinden sich die Ausgänge, die jeweils mit XLR- und Cinch-Buchsen ausgestattet sind. Ich habe die Cinch-Buchsen ins Zentrum gesetzt, um auch ohne Probleme ein Stereo-Cinch-Kabel anschließen zu können. Die gelbe 4-mm-Laborbuchse kann mit Erde verbunden werden (Masse-Erd Verbindung), was bei einem Probelauf an meiner Anlage aber nicht nötig war.

Das Foto oben zeigt die Innenansicht des SMC. Ich habe die Größe der Leiterplatte bewusst an das verwendete Gehäuse angepasst. Deshalb fügt sich alles perfekt ineinander.
