Meine Musik

29. Dezember 2022

Auf den Seiten dieser Homepage beschreibe ich meine Aktivitäten rund um den Selbstbau von Audio Komponenten – alles sehr technisch. Allerdings machen diese schönen, technischen Spielzeuge wenig Sinn, ohne die entsprechende Software. Deshalb möchte ich an dieser Stelle die wichtigsten meiner musikalischen Favoriten vorstellen.

Den Anfang macht Pat Metheny. Diese Scheibe hat mich im zarten Alter von 19 Jahren zum Jazz gebracht. Nachdem ich das Stück San Lorenzo zum ersten Mal gehört hatte, legte ich meine Rockalben zur Seite.

Pat Metheny Group
Pat Metheny Group
1978 / ECM 1114

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Wenn ich mich für das eine Album entscheiden müsste, wäre es dieses. Das Zusammenspiel von Keith Jarrett und Jan Garbarek ist einfach unbeschreiblich, und Country ist für mich eines der schönsten Jazzstücke überhaupt.

Keith Jarrett, Jan Garbarek, Palle Danielsson & Jon Christensen
My Song
1978 / ECM 1115

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Die beiden Alben oben sind für mich die wichtigsten, weshalb ich sie besonders herausgestellt habe. Unten findet ihr die versprochene, alphabetisch geordnete Liste meiner Top-Alben. Wie man sieht, sind viele ECM-Alben dabei.

Nik Bärtsch selbst beschreibt seine Formation Ronin als „Zenfunk-Quartett”. Die Musik ist sehr ungewöhnlich und rhythmisch und zieht mich immer wieder direkt in ihren Bann.

Nik Bärtsch’s Ronin
Llyrìa
2010 / ECM 2178

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Die Art, wie Richard Beirach Klavier spielt, hat mich schon immer sehr angesprochen. Dieses Album gehört sicherlich zu seinen schönsten.

Richard Beirach, George Mraz & Jack DeJohnette
ELM
1979 / ECM 1142

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Gary Burton erlernte das Vibrafon als Autodidakt und entwickelte dabei das Spiel mit vier Mallets. Auf diesem Album ist auch der junge Pat Metheny zu hören. Zu erleben gibt es wunderbare Musik und die perfekte Beherrschung des Instruments.

Gary Burton Quartet with Eberhard Weber
Passengers
1978 / ECM 1092

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Die Codona-Trilogie
Codona, das sind Collin Walcott, Don Cherry und Nana Vasconcelos. Diese drei Musiker machten zusammen eine Musik, wie sie zuvor noch niemand gehört hatte und die seitdem nicht wieder aufgenommen worden ist. Sie ist allerdings keine leichte Kost. Wenn man eine solche Musik mag, kann man sie jedoch sein ganzes Leben lang immer wieder hören. So ergeht es mir zumindest mit diesen drei Alben.

Codona
Codona
1979 / ECM 1132

Codona
Codona 2
1981 / ECM 1177

Codona
Codona 3
1983 / ECM 1243

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Über Steve Eliovson gibt es nicht viel zu berichten. Er hat dieses eine Album aufgenommen und ist dann von der Bildfläche verschwunden. Für mich ist es neben dem Soloalbum von Ralph Towner eine der schönsten Gitarreneinspielungen, zumal hier – mal wieder – Collin Walcott einiges beisteuert.

Steve Eliovson & Collin Walcott
Dawn Dance
1981 / ECM 1198

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Friedemann wird oft als Wanderer zwischen den Welten bezeichnet, und seine Musik wird als Contemporary Instrumental Music beschrieben. Mir ist das alles ziemlich egal, ich mag einfach seine Musik. Die meisten seiner Alben sind auch vom audiophilen Standpunkt aus hervorragend.

Friedemann
Short Stories
2003 / Biber Records 76761

Bildquelle: www.jpc.de

Jan Garbarek ist seit Jahrzehnten für mich DER Saxofonist. Es gibt so viele wunderschöne Alben von ihm, dass es mir schwerfällt, eines auszuwählen. Aber dieses hier ist wirklich eines seiner schönsten.

Jan Garbarek
Visible World
1996 / ECM 1585

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Wikipedia:
Renaud Garcia-Fons gilt als einer der virtuosesten Kontrabassisten der Gegenwart im stilistischen Umfeld der Weltmusik und des Jazz.
Dieses Album beschreibt musikalisch eine Reise rund um das Mittelmeer und ist einfach nur genial.

Renaud Garcia-Fons
Méditerranées
2011 / Enja Records ENJ-9563 2

Bildquelle: www.allmusic.de

Wer Jazz mit Folklore und exotischen Instrumenten sowie perfekte Musik liebt, macht mit diesem Album sicherlich nichts falsch. Es gibt eine Reihe außergewöhnlicher Alben von und mit diesen beiden Musikern, von denen ich die meisten besitze.

Egberto Gismonti & Nana Vasconcelos
Duas Vozes
1985 / ECM 1279

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Ein Album von und mit drei Ausnahmemusikern. Es gibt zwei Alben aus der Zeit mit diesem Trio. Eigentlich kann ich nicht sagen, welches mir besser gefällt. Ich habe mich deshalb für das ältere Album entschieden.

Charlie Haden, Jan Garbarek & Egberto Gismonti
Magico
1980 / ECM 1151

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Laut Wikipedia ist dies die meistverkaufte und bekannteste Veröffentlichung von Keith Jarrett. Zudem ist es die meistverkaufte Jazz- und Klavier-Soloplatte überhaupt. Neben diesen Superlativen gibt es auch noch umwerfend gute Musik.

Keith Jarrett
The Köln Concert
1975 / ECM 1064/1065

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Diese Neuanschaffung aus dem Jahr 2018. Auf diesem Album ist ein Duo zu hören:
Klavier und Dobro.
Mit einer einzigartigen Mischung aus Jazz und Bluegrass zeigen die beiden die verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden widersprüchlichen Welten auf. Die stille Melancholie der Fjorde trifft auf die endlose Einsamkeit der Canyons, die klirrende Kälte des norwegischen Hinterlandes auf die glühende Freiheit der amerikanischen Highways.
Als ich die Dobro zum ersten Mal hörte, saß ich mit offenem Mund vor meinen Lautsprechern.

Helge Lien & Knut Hem
Hummingbird
2018 / Ozella OZ079CD

Bildquelle: www.jpc.de

Zu Pat Metheny habe ich oben ja schon etwas geschrieben. Dieses Album hat er zusammen mit seinem langjährigen Partner Lyle Mays und dem Perkussionisten Nana Vasconcelos aufgenommen. Neben dem Album oben ist dies mein Favorit aus der großen Anzahl an Veröffentlichungen von Metheny.

Pat Metheny & Lyle Mays
As Falls Wichita, So Falls Wichita Falls
1981 / ECM 1190

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Oregon gehört seit meinen Jazz-Anfängen zu meinen Lieblingsformationen. Bei dieser Aufnahme spielen sie nur als Trio, leider ohne den tödlich verunglückten Collin Walcott. Die Aufnahme entstand in einer Kirche mit einem für die damalige Zeit audiophilen digitalen Equipment.

Oregon
Beyond Words
1995 / Chesky JD130

Bildquelle: www.jpc.de

Dieses Album, das ausschließlich aus von Gary Peacock geschriebenen Stücken besteht, hat eine ganz eigene Intensität. Es gibt viele schöne Alben dieses Trios, aber dieses ist für mich mit Abstand das beste.

Gary Peacock, Keith Jarrett & Jack DeJohnette
Tales Of Another
1977 / ECM 1101

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Leider habe ich Michel Petrucciani erst 2019 für mich entdeckt. Seine Art, das Klavier zu spielen, hat mich sofort begeistert. Das Konzert dieses Trios im japanischen Blue Note aus dem Jahr 1997 ist einfach mitreißend. Darauf zu hören ist unter anderem, meiner Meinung nach, die beste Interpretation von Miles Davis‘ So What.

Michel Petrucciani, Steve Gadd & Anthony Jackson
Trio in Japan
2009 / Dreyfus Jazz ‎FDM 46050 369252

Bildquelle: www.discogs.com

Während einer schlaflosen Nacht zappte ich durch die Fernsehkanäle und sah plötzlich den Mitschnitt eines Konzerts vom Herbert Pixner Projekt. Da ich Akkordeonmusik sehr gerne höre, hat mir die Musik auf Anhieb sehr gut gefallen. Leider sind die Aufnahmen zu stark ausgesteuert, wodurch es immer wieder zu Inter Sample Peaks kommt.

Herbert Pixner Projekt
Na und?!
2012 / Aktiv Sound Studio

Bildquelle: www.jpc.de

Die Band selbst beschreibt ihren Musikstil als eine Mischung aus Tango, Valse Musette, Flamenco, liebevoll entstaubter Filmmusik und fast schon verklungenem Italien. Nicht alle Alben der Gruppe gefallen mir, aber auf diesem Album ist einfach jedes Stück sehr schön.

Quadro Nuevo
Mocca Flor
2003 / GLM/Fine Music FM 110-2

Bildquelle: www.allmusic.com

Über e.s.t. muss man nicht viel sagen. Dies ist mein Lieblingsalbum dieses außergewöhnlichen Trios. Es ist tragisch, dass dem Schaffen von Esbjörn Svensson im Jahr 2008 ein so jähes Ende gesetzt wurde.

e.s.t. – Esbjörn Svensson Trio
Tuesday Wonderland
2006 / ACT 9016-2

Bildquelle: www.actmusic.com

Dieses Live-Album hat die Genialität dieses Trios mit unglaublicher Intensität eingefangen. Wer könnte es besser beschreiben als Esbjörn Svensson selbst?

8 p.m. – about time to start! We get introduced and enter the stage. Time stops!
Performing improvised music is like transcending into another world or dimension.

… It sounded amazing and I was glad to hear how technically well the NDR had taped the show.

Die CD ist schon bemerkenswert, aber sie ist kein Vergleich mit dem Vinyl!

e.s.t. – Esbjörn Svensson Trio
Live in Hamburg
2007 / ACT 6002-2
2013 / ACT LP 6002-1

Bildquelle: www.actmusic.com

Esbjörn Svenssons einziges Soloalbum wurde einige Wochen vor seinem Tod in seinem privaten Übungsraum aufgenommen. Diese Aufnahme überwältigt mit ihrer Intensität und Intimität. Für mich das Album des Jahres 2022!

Esbjörn Svensson
HOME.S.
2022 / ACT 9053-2
2022 / ACTLP 9053-1

Bildquelle: www.actmusic.com

Die Musik des Tingvall Trios hat eine ganz eigene Prägung und lebt von den drei unterschiedlichen Kulturen der Bandmitglieder. Dieses Trio zieht mich immer wieder direkt nach den ersten Takten in seinen Bann.

Tingvall Trio
Vägen
2011 / Skip Records SKP 9107

Bildquelle: www.jpc.de

Ralph Towner ist Mitglied der Gruppe Oregon. Er hat aber auch sehr bemerkenswerte eigene Alben herausgebracht. Dieser Mitschnitt zweier Solo-Konzerte von ihm in München und Zürich ist musikalisch und technisch perfekt.

Ralph Towner
Solo Concert
1980 / ECM 1173

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Über Collin Walcott habe ich bereits mehrfach geschrieben. Er war einer der ersten Sitarspieler im Jazz. Dieses Album wurde unter seinem Namen veröffentlicht. In den Stücken kommen seine beiden Instrumente, die Sitar und die Tabla, besonders gut zur Geltung. Auch er war Mitglied von Oregon.

Collin Walcott, John Abercrombie, Dave Holland & Jack DeJohnette
Cloud Dance
1976 / ECM 1062

Bildquelle: www.ecmrecords.com

Wikipedia:
Eberhard Weber zählt neben Jaco Pastorius zu den wenigen Bassisten, die das Bassspiel im Jazz stark erweitert haben. Sein einzigartiger Stil ist durch die Tongebung und Phrasierung sofort erkennbar und wird als lyrisch, schwebend und warm beschrieben.

Er hat seine schönsten Alben um 1980 herum eingespielt. Dieses Album ist eines davon und mein persönlicher Favorit.

Eberhard Weber
Yellow Fields
1976 / ECM 1066

Bildquelle: www.ecmrecords.com